Reto Kuppel

Violinist und Violinpädagoge

Biografie

Reto Kuppel ist einer der angesehensten deutschen Violinisten seiner Generation. Ob als Solist, Konzertmeister, Kammermusiker oder Pädagoge zählt er zur Prominenz des deutschen Musiklebens. Konzertpublikum und Presse schätzen und bewundern seine Virtuosität und Stilsicherheit: „Reto Kuppel is an ideal interpreter with technique to burn...” (American Record Guide).

Reto Kuppel studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Andreas Röhn und an der Juilliard School in New York bei Dorothy DeLay. Kammermusikalische Impulse und Inspirationen bekam er von Ralph Gothoni, Herman Krebbers und Felix Galimir. Er gewann den Internationalen Violinwettbewerb Chateau de Courcillon, trat in den Sonderkonzerten der Franz-Wirth-Gedächtnis-Stiftung und der Masefield-Stiftung in Hamburg auf und erhielt Einladungen zum Schleswig-Holstein Musik Festival, zum Richard-Strauss-Festival, zum Tonkünstlerfest Baden-Württemberg, zum Kissinger Sommer, zum Musicalta Musikfestival, zum Rheingau-Musikfestival und zum Summit Music Festival.

Als Solist konzertierte er mit Orchestern wie den Hamburger Symphonikern, den Münchner Symphonikern, den Augsburger Philharmonikern und dem Qatar Philharmonic Orchestra und gastierte in vielen Ländern Europas, in den USA und Asien, z.B. im Concertgebouw Amsterdam, in Avery Fisher Hall in New York sowie auch im Herkulessaal und im Gasteig in München. 

Fast zwei Jahrzehnte lang war Reto Kuppel Konzertmeister im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit dem er in den bedeutendsten Musikzentren der Welt musizierte. Er war Gast-Konzertmeister beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, bei der Staatsphilharmonie Nürnberg, bei den Stuttgarter Symphonikern, beim Tonhalle-Orchester Zürich, beim Qatar Philharmonic Orchestra, bei den Münchner Symphonikern, beim HR-Sinfonieorchester, bei den Nürnberger Symphonikern und beim WDR-Symphonieorchester. 

Neben seinen solistischen Auftritten unterrichtete er an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar, studierte Musikpädagogik und Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und promovierte 2020 an der Universität Augsburg. Reto Kuppel unterrichtet in Meisterkursen im In- und Ausland und ist als Juror bei Violinwettbewerben sehr gefragt. Seit 2012 ist Reto Kuppel Professor für Violine an der Hochschule für Musik Nürnberg.

Zahlreiche CDs sowie Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen dokumentieren sein umfangreiches Können. Sein besonderes Augenmerk gilt der hochvirtuosen Violinliteratur des 19. Jahrhunderts. Reto Kuppels Weltersteinspielungen mit Werken von Franz Schubert, Paul und Pauline Viardot (mit Wolfgang Manz, Klavier), Friedrich Hermann und Ferdinand David sowie seine Interpretationen der Werke von Beethoven (mit Amy Lin, Klavier) und von Henri Vieuxtemps finden bei Publikum und Kritik breiten Anklang: "Straightaway it must be acknowledged that the playing of Reto Kuppel is absolutely sensational... Everything is played with taste and refinement. Tuning and tone are immaculate." (musicweb-international.com)

Unterricht

Reto Kuppel ist ein passionierter Violinlehrer und sammelte in diesem Bereich schon als Student an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg erste Erfahrungen. Er wurde hier in Violinmethodik von Marianne Petersen (Kinder-Methodik) und Petru Munteanu (Erwachsenen-Methodik) ausgebildet und erwarb den akademischen Grad eines Diplom-Musiklehrers. Ein Lehrauftrag für Violine führte ihn an die Hochschule für Musik „Franz Liszt" in Weimar. Er studierte Musikpädagogik und Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und an der Universität Augsburg, wo er im Fach Musikpädagogik 2020 promovierte.

Seine Promotion über „Violintechnik in Deutschland“ beschäftigt sich mit den sensomotorischen und biomechanischen Aspekten der Violintechnik. Sein Interesse an didaktischer Literatur für Violine führte zu der Idee eines Vergleichs von Violinschulen seit der Einführung des Kinnhalters durch Louis Spohr. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse über die technischen Grundlagen des Violinspiels werden für den allgemeinen Violinunterricht nutzbar gemacht und fließen auch in den Violinunterricht von Dr. Kuppel mit ein.

Im Jahr 2012 erhielt Reto Kuppel den Ruf zum Professor für Violine an die Hochschule für Musik in Nürnberg. Er unterrichtet hier seitdem Studenten in den Studiengängen Bachelor, Master, Orchestermaster und Meisterklasse und ist im Hochschulsenat und als Studienbereichsverantwortlicher im Bereich Streicher aktiv.

Seine Studentinnen und Studenten erhielten Preise bei nationalen und internationalen Violinwettbewerben (z. B. Jugend Musiziert, Lions Streicherwettbewerb, Euterpe International Music Competition, Karl-Adler Jugend Musik Wettbewerb, D-bü Wettbewerb, Kammermusikwettbewerb der Mozart-Gesellschaft Nürnberg, Live Music Now Wettbewerb) und erhielten Stipendien bekannter Stiftungen (z. B. Stipendium zur Förderung des Streichernachwuchses Nürnberg, DAAD-Stipendium, Sparda-Bank-Stipendium, Erna Köhler- und Anny Kast- Stipendum, Richard Wagner Stipendium, Pirazzi-Stipendium).

Die Absolventinnen und Absolventen von Reto Kuppels Violinklasse konnten sich Orchestertuttipositionen und Konzertmeister-Positionen in renommierten Orchestern erspielen (Philharmonisches Staatsorchester Mainz, European Community Youth Orchestra, Beethoven-Orchester Bonn, Münchner Rundfunkorchester, Orchester der Staatsoperette Dresden, Philharmonisches Orchester des Landestheaters Coburg, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, Junge Deutsche Philharmonie, Philharmonisches Orchester Gera-Altenburg, Hessisches Rundfunk Sinfonieorchester, Philharmonisches Orchester Bremerhaven, Badische Staatskapelle Karlsruhe, Staatsphilharmonie Nürnberg, Gustav Mahler Jugendorchester, Gangneung Philharmonic Orchestra, Staatsorchester Stuttgart, Orchester des Klaipeda State Music Theatre, Nationaltheater Mannheim sowie bei den Düsseldorfer und Hofer Symphonikern).

Andere seiner Studierenden sind als Praktikantinnen und Praktikanten und in den Akademien bekannter deutscher Orchester tätig (Staatstheater Augsburg, Philharmonisches Orchester Heidelberg, Orchesterakademie der Nürnberger Symphoniker, Paul-Hindemith-Orchesterakademie des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, Orchesterakademie der Essener Philharmoniker, Orchesterakademie der Staatsphilharmonie Nürnberg, Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker, Bayerischen Orchesterakademie).

Was Reto Kuppel als Violinlehrer an seine Studentinnen und Studenten weitergeben möchte, ist Stilsicherheit und persönlich-emotionale Aussagekraft im solistischen und kammermusikalischen Violinspiel auf der Basis einer bühnenerprobten Violintechnik. Ebenso möchte er seine Erfahrungen aus dem Musizieren im Orchester an seine Studenten weitergeben und somit einen Beitrag leisten, neue Generationen junger Musiker zum Berufsleben im Orchester hinzuführen.

Veilhofstraße 34
90489 Nürnberg
Deutschland
Telefon: +49 (0)911/21522-102
Telefax:  +49 (0)911/21522-104

E-Mail: info@hfm-nuernberg.de

Homepage der Hochschule für Musik Nürnberg: hier klicken

Konzerte

2020

Violinsonate. Ein Wiedersehen

Sonaten für Violine und Klavier von Mozart, Beethoven und Franck

mit Natalia Sikharulidze, Klavier

TONALI-Saal, Kleiner Kielort 3 - 5, 20144 Hamburg

Freitag, 23. Oktober 2020

Konzerte um 18:30 und 20:30 Uhr

Sinfonisches Herbstkonzert

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur KV 364

Junge Philharmonie Erlangen, mit Florian Richter (Viola), Leitung: Gordian Teupke

Heinrich-Lades-Halle Erlangen, Rathausplatz 1, 91052 Erlangen

Sonntag, 25. Oktober 2020, Konzerte um 15:00 und 18:00 Uhr

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„Die Solisten überzeugen mit hochvirtuosem Spiel, das Orchester mit perfekt romantischem Klang."

„Eine faszinierende Entdeckung!"

Jan Krobot

Online Merker, 14. Juni 2020

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„Throughout this disc both Reto Kuppel and Wolfgang Manz are on top form with both accentuating the differing aspects of the musical style very well indeed, smooth in the romantic pieces, fiery in the more energetic Gypsy-inspired excursions.”

Stuart Sillitoe

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„This is some of the best music of its kind that I have heard, ... Reto Kuppel is an ideal interpreter with technique to burn, and the performances are very well recorded.”

Joseph Magil

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Duos für Violine und Klavier mit Thomas Grubmüller und Stefan Burkhardt

„VIRTUOS UND HOCHEMOTIONAL”

Rolf Wenzel

Cannstatter Zeitung, 19. Januar 2011

„SCHWELGERISCH UND MIT SPRÜHENDEM TEMPERAMENT”

Rudolf Wesner

Bietigheimer Zeitung, 15. Januar 2013

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„ELECTRIFYING STUDIES AND CAPRICES - SPARKS FLY FROM RETO KUPPEL'S BOW

Reto Kuppel (violin) is a force of nature with a flawless technique, hearty tone, and technical refinement, power, and musicianship. This guy is the real deal, offering a hearty and expressive tone on top of his technically flawless performances.”

Hexameron

amazon.de, 25. November 2016

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„Kuppel and Manz make heavenly music together. This is absolutely essential for anyone who loves late, French-leaning, Romantic works for violin and piano.”

Jerry Dubins

Fanfare, Januar 2018

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„That Schubert entertained ideas of extending the scope of Lieder comes in Zur Namensfeier des Herrn Andreas Siller and Auf den Sieg der Deutschen, the accompaniment coming in a mix of harp and violins. Such a disc has to be intended for those with a very deep interest in the composer, though in the more substantial songs, such as Das grosse Halleluja, there is much to enjoy.”

David Denton

David's Review Corner, März 2010

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„Throughout they show remarkable virtuosity... First class recording and a disc no lover of violin pyrotechnics should miss.”

David Denton

David's Review Corner, November 2010

„should appeal to those who delight in surfing the violin’s repertoire,.. and to those who simply wish to be astonished. Strongly recommended...”

Robert Maxham

Fanfare, Mai 2011

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„Urgently recommended."

Robert Maxham

Fanfare, November 2014

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Presse

(zu Mozarts Sinfonia Concertante mit Florian Richter, Viola:) „…sie entzündeten einen freundschaftlichen Wettstreit der Bravour, der Gesanglichkeit und führten in der glanzvollen Kadenz des Allegro maestoso zu kaum erträglicher Spannung. Bis aufs letzte Phon war alles perfekt abgestimmt, auch im hinreißenden Andante. … Kuppel mit süßestem Geigen-Ton und Richter mit sonorer, vollmundig singender Bratsche erinnerten immer wieder an Rockmusiker, de sich bei ihren Soli gegenseitig bewundern, feiern und anstacheln.“

Cora Uitting, 28. Oktober 2020, Erlanger Nachrichten

Reto Kuppel a déjà brillé dans des partitions solistes de Vieuxtemps mais aussi de Ferdinand David (chez Naxos). Il aborde ces œuvres avec l’assurance technique nécessaire et se distingue par sa finesse, sa subtilité, ses couleurs exquises ... Globalement, l’interprétation, conforme à une certaine élégance de la tradition franco-belge, séduit."

Christophe Steyne, 19. September 2020, Crescendo Magazine

Nach wie vor versteht Kuppel uneingeschränkt sein geigerisches Handwerk. Neben der handwerklichen Beherrschung umfasst das gerade auch die musikalische Gestaltung, die bei diesen virtuos geprägten Stücken leicht in reine Zurschaustellung ausarten könnten. Dieser Falle entgeht Kuppel mit durchdacht gestaltetem Interpretationsansatz. In dem sozusagen kleinen Doppelkonzert `Duo brillant´ liefert er sich mit dem Cellisten einen munteren und geschmackvollen Wettstreit. Das begleitende Philharmonische Orchester aus Katar ist gerade mitten in den Teenagerjahren seines Bestehens angekommen. Markus Bosch als Dirigent entlockt dem noch jungen Klangkörper ein aufmerksames Zusammenspiel mit den Solisten."

Uwe Krusch, 16. Juli 2020, pizzicato

As violinist Reto Kuppel remarked, “Embedded in the pulsing of the orchestra, the violin rises to a frenzy of the highest virtuosity and to the limits of what is possible on the instrument.” … And how. … Every one of these works features several types of advanced techniques. But they also feature some beautifully crafted melodies. Vieuxtemps creates concise, interesting works that deliver on excitement. Especially interesting is the Duo Brillant for violin, cello, and orchestra... This piece depends on the performers not losing the thread of the melody. And neither Reto Kuppel nor cellist Kirill Bogatyrev does... This release helps me further appreciate this Belgian artist. And also the artistry of Reto Kuppel."

Ralph Graves, 14. Mai 2020, WTJU

The performances are flawless and expressive, idiomatic in a kind of sophisticated and melodically rich salon style then current in French cosmopolitan circles from a bit before the turn of the century through to the 1920s. (Viardot: Pièces / Morceaux)

Grego Applegate Edwards, August 2018, Gapplegate Classical-Modern Music Review

...violinist Reto Kuppel and his totally engaged, artistically compatible, and interpretively sympathetic piano partner Wolfgang Manz together do exactly what performers of this music were expected to do: they sell it. (Viardot: Pièces / Morceaux)

David Vernier, Juli 2018, ClassicsToday.com

„...une parfait connivence des deux musiciens, bien synchronisés se jetant des regards complices pour bien rester dans le rhythme. Un jeu splendide aussi bien de la pianiste, ènergique et beethovénienne, que du violoniste, d'une sonorité très fine, très pure.”

Jean-Marie Schreiber, 9. August 2016, L'Alsace

„Reto Kuppel spielt all das nicht nur mit einer exzeptionellen Liebe und Sorgfalt, sondern überdies mit überall überlegenster geigerischen Meisterschaft. Herrlich, wie er auch die unteren Noten der gebrochenen Akkorde stets klar resonieren lässt, wie sein Spiel bei allem Feinsinn und aller nie verkünstelten Raffinesse stets eine Klarheit und Entschiedenheit ausstrahlt, den Mut des Spontanen, der sich in seiner natürlichen Emphase niemals gehen lässt. Das ist vorbildlich und wegweisend. Auch die Klangtechnik ist ausgezeichnet, und der Booklettext von Bruce Schueneman fasst kompetent das Wesentliche zusammen. Eine ideale Vorzeigeproduktion, die in schönster Weise den Weg in unbekannte Musik weist, die längst in den Konzertsälen in aller Welt heimisch sein sollte.” (Vieuxtemps: Works for Solo Violin)

Lucien-Efflam Queyras de Flonzaley, 17. Februar 2016, The-New-Listener.de

„The German Reto Kuppel, a Dorothy DeLay / Juilliard alumnus, is superbly attuned to the genre, as attested by his earlier Naxos disc of solo studies and caprices by Ferdinand David. All the necessary brilliance and incisive attack is there as you would expect, but also the same breadth and power of tone which was, from all accounts, part of what made Vieuxtemps’s own playing so remarkable.” (Vieuxtemps: Works for Solo Violin)

Jeremy Nicholas, 6. Dezember 2015, GRAMOPHONE.co.uk

„Kein Huster ist zu hören, als Reto Kuppel zur Kadenz in Beethovens Violinkonzert ansetzt. Gebannt halten die Zuhörer den Atem an und lauschen dem Klangzauberer, der in Nürnberg Professor für Violine ist. Mit klarer Intonation, großer Präzision und Umsicht, aber auch mit der erforderlichen Energie meistert er die technischen Anforderungen...”

Udo Güldner, 13. April 2015, aus „Von Sitzen gerissen", Nordbayerische Nachrichten

„Straightaway it must be acknowledged that the playing of Reto Kuppel is absolutely sensational and his violin is recorded in very analytical, close sound. That’s ten out of ten so far....and how on earth Reto Kuppel got his standard of execution to this level leaves one amazed and awestruck. He must have lived with the music for a very long time ... If Ferdinand David rocks your boat then I can’t imagine better performances than the ones on this Naxos disc.....Having said that the level of virtuosity required is also staggering. There are no Paganini-like harmonics and left hand pizzicato effects but the rapid passages that shoot across the strings and the double stopping in 4ths, 5ths and octaves are spectacular. Everything is played with taste and refinement. Tuning and tone are immaculate.... The playing demands to be heard.” (David: Virtuoso Studies and Caprices)

John Whitmore, Juli 2014, musicweb-international.com

„Reto Kuppel ist ein sehr erfahrener und äußerst souveräner Konzertmeister und zeichnet sich durch konzentriertes Arbeiten, großen Überblick und hohe musikalische Intelligenz aus. Er spielt Soli als Konzertmeister mit großer Emotionalität und Brillanz und ... ist ein ausgezeichneter Violinist.”

Mariss Jansons, 30. März 2012

„Der Solist Reto Kuppel brillierte. Die Beseeltheit seines Geigentons und seiner Gestaltung dieses hochromantischen Violinkonzerts wurde bereits angedeutet. Seine Technik aber ist nur zu bewundern.”

Adolf Karl Gottwald, 22. Juli 2009, aus „Griff in die Vollen”, Süddeutsche Zeitung

„Reto Kuppel...bestach mit nach innen gewandtem Duktus und glänzte mit runder voluminöser Tonbildung durch alle Register. Ein Violinist, der neben Spannkraft auch ein großes Maß an Gesanglichkeit mitbringt...”

Ulrich Möller-Arnsberg, 13. Juli 2007, aus „Grandiose Balance”, Süddeutsche Zeitung

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Traumbilder - Gedichte 1998 - 2009

Der Gedichtsband ist im Februar 2011 beim Schardt-Verlag Oldenburg erschienen und wurde auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.


du bist die Schönste
pralle Frucht lass mein Herz
sich kurz an deiner Süße laben

meine Augen sehen nur dich
wie du bereit bist zu verwelken
komm und tanz mit mir

Die „Traumbilder“ dokumentieren die sensible Ambivalenz eines Traumes, das vordergründig Schöne in all seiner Sinnlichkeit, Hingabe; das lauernde Furchtbare, Dunkle und Furchteinflößende. Unter der Oberfläche fiebert das Grauen, zerreißende Sehnsucht und Erlösung, subtil, nur allmählich sich entblößend. Fern von sentimentaler Verklärung wird der Leser bezaubert zurückgelassen, surreal, erwacht, verwandelt aus den Fängen des Traumes, verwirrt – versuchend, der Bedeutung habhaft zu werden.

Presse-Reaktionen:

„Mit dem 20-Zeiler ‚zerbrochen‘ beteiligte sich der Musiker mit dem besonderen Verhältnis zur Sprache 2010 an der Anthologie ‚Bibliothek deutschsprachiger Gedichte‘.“

„...in einem Sprachfeld, das nach Ingeborg Bachmann und Bert Brecht als abgeschlossen schien. Doch Reto Kuppel hat dem tatsächlich noch etwas hinzuzufügen.“

Günter Schäftlein, 22. März 2011, Kreisbote Fürstenfeldbruck

Violintechnik in Deutschland

Die Entwicklung des modernen Violinspiels in den Violinschulen seit Spohr

In dieser 2021 veröffentlichten Untersuchung werden die Grundlagen der Violintechnik mit dem Ziel erforscht, kommenden Generationen von Geiger*innen vollumfängliches und wissenschaftlich belegtes Wissen über die Spielbewegungen lehren zu können. Untersuchungsfelder sind die historische Entwicklung von Violinschulen und die Entwicklung des heutigen spieltechnischen Standards. 

Violintechnik wird hier nicht als kompositorische Anforderung, sondern als Bewegungsgefühl untersucht. Die einzelnen sensomotorischen und biomechanischen Aspekte des Violinspiels werden anhand des Quellenmaterials separat betrachtet und zu Bewegungsmustern vernetzt. Neben der historischen Forschung stellt dies die tragende Ergebnissäule der Untersuchung dar. Das durch die Linearität in der historischen Entwicklung belegte Grundwissen kann in der heutigen Didaktik bzw. in der modernen Unterrichtssituation praxistauglich verwendet werden.

Deutschland war und ist wegen seiner zentraleuropäischen Lage ein Schmelztiegel von Einflüssen aus seinen Nachbarländern, auch in der Musikpädagogik. Deshalb können die Ergebnisse aus der Untersuchung von deutschen Violinschulen als repräsentativ auch für andere Länder gesehen werden. Die Erfindung des Kinnhalters durch Louis Spohr 1833 markiert den Beginn der modernen Violinhaltung und bildet deswegen den Anfangspunkt der Untersuchung. Das Ende des Ost-West-Konflikts 1990 wird als Endpunkt der Untersuchung gewählt. Durch die ab diesem Zeitpunkt verstärkt einsetzende Musikermigration ist eine Einteilung in Schulungsrichtungen nicht mehr möglich und das bis dahin aus dem Literaturvergleich generierte Basiswissen hat sich bis heute nicht grundlegend verändert.

Das in diesen Büchern zur Verfügung gestellte Wissen soll helfen, als Beitrag zum geigerischen Allgemeingut den Violinunterricht des 21. Jahrhunderts weiter zu verbessern.

Teil 1

Die Entwicklung der Didaktik sensomotorisch-biomechanischer Abläufe beim Violinspiel im Spiegel von Violinschulen aus Deutschland von 1833 bis 1990

Der erste Teil zeigt eine enzyklopädische Aufreihung, den historischen Vergleich und die Analyse von Violinschulen aus Deutschland seit der Zeit von Louis Spohr bis 1990. Es wird dargestellt, auf welche der berühmten Violinpädagog*innen seit damals die heute zum geigerischen Wissenskanon zählenden Techniken zurückgehen. Die Werke vieler beinahe vergessener Koryphäen der Violindidaktik werden chronologisch vorgestellt. Ob historische Einschnitte wie der Kalte Krieg Einfluss auf die Violindidaktik hatten oder ob es heutzutage überhaupt noch Sinn macht, von verschiedenen Schulen des Violinspiels zu sprechen, wird ebenso untersucht wie die Tricks der großen Meister*innen der Violinpädagogik.

Teil 2

Die Einflüsse der Entwicklungsergebnisse auf die grundlegende Violintechnik des beginnenden 21. Jahrhunderts

Im zweiten Teil wird das Wissen der Autor*innen über sämtliche sensomotorische und biomechanische Feinheiten der Violintechnik zusammengeführt. Durch die Auswertung der Gemeinsamkeiten und Überschneidungen zwischen den Lehrbüchern zeigen sich grundlegende Spielbewegungsmuster, die die Basis bzw. den Standard des modernen Violinspiels darstellen. 

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Georges Yammine hat alle meine Künstlerfotos und die Violin-Stillleben auf meiner website fotografiert. Er ist Violinist im Qatar Philharmonic Orchestra und im West-Eastern Divan Orchestra, für das er den Bildband „Funkelnde Hoffnung“ (CORSO-Verlag, ISBN 978-3-7374-0704-5) veröffentlichte. Seine Fotografien waren in Ausstellungen in Qatar, USA, Österreich, Deutschland und der Schweiz zu sehen. mehr lesen